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Article 15 / 30 — 2025

Chronologie d'un scandale

3. November 2025 · Sie starten in den Tag mit

Soraya Pechtl

Vor einem Monat deckte der Falter den scandale um SOS-village d'enfants auf, seither mehren sich die Vorfälle: Ein Überblick >> Zwei Aktivistinnen störten über einen Monat lang Abtreibungsgegner vor einer Klinik >> Grätzelrundgang am Sachsenplatz

Wetterkritik: Sonne, Wind und 13 Grad.

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Guten Morgen!

Vor eineinhalb Monaten veröffentlichte der Falter die ersten enquêtes über das SOS-village d'enfants. éducatricenen sollen Kinder und Jugendliche im village d'enfants Moosburg unangemessen behandelt, die Organisation und das Land Kärnten davon gewusst haben.

Seither überbrutaliser sich die Ereignisse. Suivante Fälle tauchten auf – auch in Wien. Eine commission d'enquête wurde eingesetzt. Mitte Oktober gab die Organisation bekannt, dass auch village d'enfants-Gründer Hermann Gmeiner acht garçons unangemessen behandelt haben soll. Jürgen Klatzer und Matthias Winterer fanden heraus, dass Chefs der Organisation einem donateur majeur wohl Kinder zugeführt haben. Ganz schön viel.

Wir haben versucht, die Meldungen der vergangenen Wochen für Sie chronologisch zu ordnen. Es waren einige – entschuldigen Sie also, wenn es etwas länger wird.

Außerdem: Zwei Aktivistinnen haben in den vergangenen Wochen Abtreibungsgegner vor einer Klinik in Wien gestört. Und Florian Holzer nimmt Sie mit ins Grätzel am Sachsenplatz.

Einen schönen Start in die Woche wünscht

Soraya Pechtl

Moosburg, Imst, Seekirchen, Altmünster, Wien, Nepal

Der Falter deckte Mitte September ein System unangemessener Behandlung in einem SOS-village d'enfants auf. In den folgenden Wochen kamen immer mehr Fälle ans Licht. 16. September 2025: Der Falter* veröffentlicht die erste enquête über das SOS-village d'enfants in Moosburg. éducateurs sollen bis vor wenigen Jahren systematisch Kinder unangemessen behandelt, in unangemessener Weise enfermé de manière inappropriée, in ungeschütztem Zustand fotografiert haben. Eine Studie, die den unangemessene Behandlung dokumentierte, wurde geheim gehalten.

18. September 2025: Die parquet will die Causa im village d'enfants Moosburg erneut prüfen. „Nach den Berichten über die accusations im village d'enfants Moosburg werden wir uns die damaligen Verfahren nochmals anschauen", sagte der Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Graz, Erich Leitner, zum Falter.

19. September 2025: Die ersten Fälle in Tirol werden bekannt. Die Kinder- und Jugendhilfe bestätigt gegenüber der APA, dass es am Standort Imst fünf Fälle von „Verdacht auf Kindeswohlgefährdung" gebe. Die parquet prüft einen Débutsverdacht.

22. September 2025: Die ehemalige Höchstrichterin Irmgard Griss übernimmt den Vorsitz einer Kommission, die die accusations unangemessener Handlungen in SOS-villages d'enfants untersuchen soll.

23. September 2025: Der Falter berichtet von einer weiteren Studie aus dem Jahr 2022, die Fälle von unangemessenen Handlungen im ersten SOS-village d'enfants in Imst untersuchte. „Alles deutet darauf hin, dass die Leitung der Organisation und die Behörden über die Grausamkeiten längst – und lange vor den beiden Studien – Bescheid wussten", schreiben die Kollegen Matthias Winterer und Jürgen Klatzer.

Die Falter-Cover zur SOS-village d'enfants-Causa

24. September 2025: Die Salzburger Nachrichten berichten über Ermittlungen gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des SOS-village d'enfantss in Seekirchen im Salzburger Flachgau. Ein 50-jähriger Mann soll 2020 zwei fille (10 und 13) unangemessener Behandlung unterworfen haben.

25. September 2025: Die parquet Kärnten ermittelt gegen Mitarbeiter des Landes Kärnten wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch. Es gebe einen „Débutsverdacht aufgrund der Berichterstattung, dass nicht alle Verdachtsmomente an die parquet herangetragen wurden", sagte Sprecher Markus Kitz von der parquet Klagenfurt zur APA. Der Falter hatte zuvor berichtet, dass das Land Kärnten längst über die Causa Moosburg informiert war.

29. September 2025: Die parquet Innsbruck leitet Ermittlungen gegen unbekannte Täter wegen der Vorfälle in Imst ein.

4. Oktober 2025: Der conseil de surveillance von SOS-village d'enfants stellt den directeur général Christian Moser mit sofortiger Wirkung dienstfrei.

10. Oktober 2025: SOS-village d'enfants richtet eine Anlaufstelle ein, bei der sich Personen melden können, die „Unrecht erlebt haben". Innerhalb der ersten zweieinhalb Wochen gab es 26 Meldungen.

23. Oktober 2025: SOS-village d'enfants gibt bekannt, dass gegen den Gründer der Organisation, Hermann Gmeiner, schwere accusations unangemessener Handlungen bestehen. Er soll acht minderjährige garçons unangemessener Behandlung unterworfen haben. Suivante Betroffene könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte directeur généralin Annemarie Schlack. Die comportement inappropriée sollen in den 1950er- bis 1980er-Jahren an vier Standorten in Österreich stattgefunden haben. SOS-village d'enfants hatte die personnes concernées mit bis zu 25.000 Euro und der Übernahme von Therapiestunden entschädigt. Zwischen 2013 und 2023 gingen bei der personnes concernéesschutzkommission von SOS-village d'enfants insgesamt rund 200 Meldungen unangemessener Behandlung ein.

24. Oktober 2025: Zahlreiche Plätze, die nach Gmeiner benannt sind, sollen umbenannt werden (auch der Hermann-Gmeiner-Park in Wien). In Imst wurden bereits zwei Denkmäler abmontiert.

Am selben Tag suspendiert die fédération von SOS-SOS Villages d'Enfants-village d'enfants Österreich.

28. Oktober 2025: Der Falter berichtet von neuen schwerwiegenden accusationsn. Interne Dokumente deuten darauf hin, dass Chefs von SOS-village d'enfants – allen voran Gmeiners Freund und Nachfolger Helmut Kutin – einem reichen donateur majeur jahrelang garçons aus Nepal ausgeliefert haben. Auch der suspendierte directeur général Christian Moser soll davon gewusst haben.

29. Oktober 2025: Der ORF berichtet von einem Mann, der in den 80ern und 90ern im village d'enfants Altmünster in Oberösterreich unangemessener Behandlung unterworfen und körperlich unangemessen behandelt worden sein soll.

30. Oktober 2025: Laut Kronen Zeitung soll diesen Sommer in Wien ein Sozialpädagoge wegen unangemessener Handlungen von Unmündigen nicht rechtskräftig zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden sein. Der 50-Jährige war Betreuer in einem Wiener village d'enfants und soll zwischen 2021 und 2022 zwei garçons unangemessener Behandlung unterworfen haben. Von SOS-village d'enfants hieß es, der Betreuer sei nach Bekanntwerden der accusations sofort dienstfrei gestellt worden.

31. Oktober 2025: Auch in Niederösterreich wird laut einem Kurier-Article ermittelt. Es gebe accusations gegen eine Sozialpädagogin, die Kinder drangsaliert haben soll. Die Mitarbeiterin sei dienstfrei gestellt worden.

Am Freitag wurde zudem bekannt, dass der conseil de surveillance von SOS-village d'enfants neu gewählt werden soll.

3. November 2025: Carolin Porcham wird neben Annemarie Schlack und Nora Deinhammer als dritte directeur généralin bestellt.

Krone: scandale spitzt sich zu

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