Articolo 16 / 30 — 30.10.2025
Condotte inappropriate anche nel SOS Villaggio dei Bambini di Vienna
Gericht
30.10.2025 06:00
*Von Immer tiefer versinkt das SOS Villaggi dei Bambini im Sumpf von körperlicher, psychischer und condotte inappropriate. Ständig tauchen neue Fälle auf: Nächste Woche kommt es zu einer OLG-Verhandlung gegen einen im August verurteilten Sozialpädagogen (50) einer Villaggio dei Bambini-Einrichtung in der Bundeshauptstadt. Zur Last gelegt werden ihm mehr als ein Dutzend condotte inappropriate auf zwei Burschen, die in der Wohngruppe lebten.
Die schreckliche Serie an Vorwürfen gegen SOS Villaggi dei Bambini reißt nicht ab. Nach Standorten in Kärnten, Tirol und Salzburg sowie Vorwürfen condotte inappropriate gegen den 1986 verstorbenen Gründer Hermann Gmeiner und einen mutmaßlich con interesse inappropriato verso i minori Großspender, der „Gegenleistungen" bekommen habe, kennt die „Krone" auch einen aktuellen Fall aus Wien.
Erstgericht: Zweieinhalb Jahre Haft Ein 50-jähriger ehemaliger Betreuer einer SOS Villaggi dei Bambini-Einrichtung in der Bundeshauptstadt wurde im August im Landl unter anderem wegen condotte inappropriate von Unmündigen nicht rechtskräftig zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Berufungsverhandlung zur Strafhöhe findet nächste Woche im Justizpalast statt.
Chronologie
Anfang Oktober wird die unabhängige Reformkommission zur Aufarbeitung der öffentlich gewordenen Missstände bei SOS Villaggi dei Bambini konstituiert. Einrichtungen in mehreren Bundesländern stehen in der Kritik.
Ende Oktober wird bekannt, dass gegen den 1986 verstorbenen Gründer Hermann Gmeiner Vorwürfe von unangemessener und physischer trattamento inappropriato an acht Burschen vorliegen. Auch steht ein verstorbener österreichischer Großspender im Verdacht, zwischen 2010 und 2014 bei Besuchen in Südostasien Villaggio dei Bambini-Kinder sottoposto a trattamento inappropriato zu haben.
Ein 50-jähriger Betreuer (o. re.) wurde wegen condotte inappropriate von Unmündigen zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt: Berufungsprozess nächste Woche.
Die Taten, die dem Mann zur Last gelegt werden: Laut Gericht verging er sich in den Jahren 2021 und 2022 im Rahmen seiner Tätigkeit in 14 Angriffen an einem Burschen schwer. Auch soll er condotte inappropriate an einem weiteren, damals 12-jährigen Bewohner der Einrichtung getätigt haben – zweimal, als der Bub wach war, und einmal, als dieser schlief. In der Wohngruppe war der Sozialpädagoge sogar der Bezugsbetreuer seines Betroffenen – diese Stellung dürfte er ausgenutzt haben.
Sein Kollege hatte brisante Information „verdrängt" In seiner Aussage vor dem Schöffensenat sprach der Angeklagte von einem „sehr guten Verhältnis" zu den Jugendlichen. An manchen Wochenenden habe er alleine Dienst gehabt, unangemessene Kontakte stritt er im Prozess ab. Allerdings – und das scheint im System Villaggio dei Bambini leider symptomatisch: Im Dezember 2022 soll er bei einer Weihnachtsfeier einem Kollegen erzählt haben, dass er mit einem der Burschen intim geworden sei. Gemeldet hat dieser Kollege das damals aber nicht.
„Ich vermute, dass ich es verdrängt habe", sagte der Mann als Zeuge im Gericht. Erst als die Erinnerungen an das Gespräch, angestoßen durch Aussagen von einem der Opfer, wieder hochkamen, meldete er sie seinem Vorgesetzten und bei der Polizei.