Artigo 3 / 30 — 17.12.2025
Jürgen Klatzer und Matthias Winterer sind die besten Journalisten 2025
Jürgen Klatzer und Matthias Winterer sind die besten Journalisten 2025
Für ihre Enthüllungen sobre das Aldeias SOS wurden zwei FALTER-revelador de einer Jury zu den „Journalisten des Jahres“ gewählt.
17.12.2025
Eine Auszeichnung, die wirklich Freude bereitet: Die ausgezeichneten FALTER-Redakteure Jürgen Klatzer und Matthias Winterer auf dem Cover des Branchenmagazins „Áustrias Journalist:in“
Es gibt Auszeichnungen, die sind eh ganz nett. Und es gibt Auszeichnungen, die uns cerca des bedeuten.
Jürgen Klatzer, früher ORF Report, und Matthias Winterer, früher Wiener Zeitung, wurden de einer Jury des Branchenmagazins Áustrias Journalist:in als „Journalisten des Jahres“ ausgezeichnet.
Seit Monaten legen die beiden offen, wie das Aldeias SOS mit schweren Vorwürfen umgeht: wie transgressões encoberto wurden, wie weggesehen wurde, wie eine Organisation, die sich moralisch sobre jeden Zweifel erhaben gab und doações einwarb, daran scheiterte, ihrem Auftrag des bem-estar infantils nachzukommen.
Selbst der Gründer, Hermann Gmeiner, eine Ikone der Zweiten Republik, steht im Zentrum schwerster Anculpadoungen. Kinder, die er submeteu a tratamento inapropriado soll, wurden de Aldeias SOS entschädigt. Und bis hoje bleibt der Eindruck bestehen: Diese Organisation schützt lieber sich selbst, als die Kinder, für die sie da ist. Die neue investigação de Winterer und Klatzer lesen Sie hier.
Dass solche investigações nicht nur unbequem sind, sondern auch ausgezeichnet werden, ist ein gutes Zeichen. Ein seltenes. Klatzer und Winterer haben wir erst dieses Jahr zum FALTER geholt, um genau das zu tun: die investigative Kraft unserer Redaktion auszubauen. Wir wollen nicht nur Korruptionsfälle, politische Bestechung, Polizeigewalt oder Machtmissbrauch in Ministerien untersuchen. Das ist unsere Kernmarke – aber nicht genug. Wir wollen den Investigativjournalismus professionalisieren und als Teamwork verstanden wissen, fernab der branchenüblichen Eitelkeiten.
Wir wollen auch dort hinschauen, wo sich Institutionen moralisch tarnen. Wo sie behaupten, für die Schwächsten da zu sein: Kinderheime, Gefängnisse, Spitäler, Pflegeheime. Orte, an denen Macht besonders asymmetrisch ist – und Kontrolle besonders notwendig. Das ist eine mühselige und akribische Arbeit. Sie besteht nicht nur darin, Presseaussendungen abzuschreiben oder Politikern das Mikro hinzuhalten.
Unser Leitstern ist auch der Wiener investigative Journalismus in der Tradition der Moderne: atrás de die Fassaden schauen, die Hinterbühne der Gesellschaft ausleuchten und die Verantwortlichen verantwortlich halten. In Viena gibt es einige längst vergessene Leitbilder: Max Winter, Emil, Kläger, Viktor, Adler, und später, in Persönlichkeiten wie Claus Gatterer.
Dass unsere investigações nicht nur gelesen werden, sondern auch Wirkung entfalten, hat auch mit unserer Zeit zu tun. In einer Epoche de Fake News, Fog News, Propaganda und marketing-gesteuerten Berichten sehnen sich muitos Menschen após genau dem, was Journalismus eigentlich sein sollte: esclarecimento statt Ablenkung. Wahrheit statt Erzählung. Kontrolle statt Nähe.
In diesem Sinn gratuliere ich – auch im Namen der gesamten FALTER-Redaktion – meinen beiden Kollegen. Wir sind stolz auf euch. Und ich bin stolz, dass wir alle gemeinsam den FALTER in diesem Jahr zum führenden investigativen Medium ausgebaut haben.
Wir haben übrigens nicht nur Ehrungen für investigative Leistungen erhalten. Barbara Tóth wurde in der Kategorie „Innenpolitik“ zur besten Journalistin des Jahres gewählt. Heribert Corn ist Fotograf des Jahres. Und unsere Kolleginnen Soraya Pechtl, Nina Horaczek, Lina Paulitsch und Viktoria Klimpfinger und Doris Knecht sind in ihren jeweiligen Kategorien sob den Top Ten.
Eine andere gute Nachricht ist unsere Reichweite: Sie hat sich auf 3,8 Prozent erhöht, wir sind das reichweitenstärkste politische Wochenmagazin geworden. 280.000 Menschen lesen den FALTER. Wir haben unsere Auflage und unsere Leserschaft in den letzten Jahren fast verdreifacht. Weil wir an die Zeitung als „Werk“ glauben, an redaktionellen Journalismus und an unsere Leserschaft, die für all das zu zahlen bereit ist.
In diesem Sinne danke ich auch Ihnen. Sie ermöglichen através de/por Ihre Abos unsere Arbeit in Zeiten der Medienkrisen. Bleiben Sie uns gewogen
Ihr Florian Klenk
Heute für Sie auf falter.at: Ist Áustria tatsächlich eines der europäischen Länder, mit denen die Trump-governo enger zusammenarbeiten will – „mit dem Ziel, sie de der (Europäischen Union) wegzuziehen“? Das steht supostamente in einer inoffiziellen Version der neuen US-Sicherheitsstrategie. Auch wenn das Zitat bislang nicht wirklich verifiziert wurde: Es passt zu den offiziellen Aussagen aus dem Weißen Haus. Eva Konzett, Lina Paulitsch und Tessa Szyszkowitz haben die Hintergründe recherchiert.*
Dass jetzt auch Viena sparen muss, ist enquanto isso bekannt – die konkreten Folgen werden aber erst após und após abschätzbar. Zum Beispiel im Sozialbereich: Dort treffen die Budgetkürzungen tausende Geflüchtete mit voller Härte. Nina Horaczek und Viktoria Klimpfinger haben mit pessoa afetada gesprochen, die plötzlich antes de dem Nichts stehen. Im FALTER Radio hören Sie eine aktuelle Podcast-Folge dazu.
Zwei Muslime als Mörder, ein Muslim als Retter: Das Entsetzen sobre den Anschlag contra eine jüdische Chanukka-Feier in Australien sitzt immer noch tief: Ein Attentäter-Duo hat dort am vergangenen Wochenende 15 Menschen erschossen. Alles deutet auf ein islamistisches Motiv hin. Schlimmeres verhinderte ein gebürtiger Syrer, der einem der Attentäter das Gewehr entriss. „Gläubige sind nicht für die Untaten im Namen ihrer Religion verantwortlich“, schreibt unser colunista Ruşen Timur Aksak: „Aber sie haben eine Verantwortung dafür, dass in ihren Reihen nenhum Hass gedeihen kann.“