Sprache: 🇩🇪 DE 🇬🇧 EN 🇨🇳 简 🇹🇼 繁 🇪🇸 ES 🇫🇷 FR 🇮🇹 IT 🇳🇱 NL 🇯🇵 日 🇰🇷 한 🇷🇺 RU 🇧🇬 BG 🇷🇸 SR 🇧🇦 SH 🇵🇹 PT 🇧🇷 BR 🇸🇦 AR 🇮🇳 HI 🇹🇷 TR 🇻🇳 VI 🇹🇭 ไทย 🇮🇩 ID 🇵🇱 PL 🇸🇪 SV 🇩🇰 DA 🇳🇴 NO 🇬🇷 EL 🇮🇱 עב

Artikel 29 / 30 — 10. Dezember 2025

Vertrag von Geschäftsführer Christian Moser gekündigt — SOS

Im Zusammenhang mit der Causa um unangemessene Behandlung um die SOS-Kinderdörfer ist das bereits ruhend gestellte Dienstverhältnis von Langzeitgeschäftsführer Christian Moser mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden. Das teilte die Organisation am Mittwochnachmittag mit.

10. Dezember 2025, 13.25 Uhr

Mosers Vertrag sei mit 5. Dezember 2025 gekündigt worden, hieß es. SOS-Kinderdorf ersuchte in diesem Zusammenhang um Verständnis, „dass aus arbeitsrechtlichen Gründen“ keine weiteren Angaben gemacht werden könnten.

Risikoanalysen an allen Standorten beschlossen

Zudem habe der Aufsichtsrat nun beschlossen, dass künftig Risikoanalysen zum Kinderschutz an allen Standorten durchgeführt werden sollen. Das sei „ein zentraler Schritt, um mögliche Schwachstellen im Kinderschutz zu identifizieren und zu beheben“, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Friedrich Santner.

„Es wurde verbindlich vereinbart, dass die Ergebnisse bis Ende 2026 vorliegen und in Verbesserungen der Praxis einfließen.“

Klinische Psychologin beauftragt

Zur weiteren Unterstützung der laufenden internen Aufarbeitung habe SOS-Kinderdorf zudem eine klinische Psychologin beauftragt. Sie soll der Geschäftsführung und den zuständigen Fachbereichen bei der systematischen Aufarbeitung von Hinweisen auf Kinderschutzverletzungen und bei der Weiterentwicklung des Fallmanagements helfen.

Dazu gehört insbesondere, Abläufe in der Fallbearbeitung und Qualitätssicherung zu überprüfen sowie einen Leitfaden für die Einzelfallaufarbeitung zu entwickeln. Die Expertin arbeite eng mit Kinderschutz, Opferschutz, Qualitätsmanagement, Compliance und Organisationsentwicklung zusammen.

991-seitiger Bericht an Staatsanwaltschaft

Im November wurde bekannt, dass SOS-Kinderdorf International den 991 Seiten umfassenden Bericht über Fälle von unangemessenen Handlungen in SOS-Kinderdörfern an die Staatsanwaltschaft Wien schicken will. Das berichtete die Wochenzeitung „Falter“. Bisher war der Bericht unter Verschluss – mehr dazu in 991-seitiger Bericht an Staatsanwaltschaft.

← All Articles