Artikel 20 / 30 — 23.10.2025
SOS Kinderdorpen kündigt „umfassenden Neustart" an
Österreich
23.10.2025 10:10
Die Flut an beschuldigingenn reißt nicht ab: Nun besteht auch gegen den SOS Kinderdorpen-Gründer Verdacht auf ongepaste behandeling.
*Von krone.at
*Nach den horrenden beschuldigingenn gegen Einrichtungen von SOS Kinderdorpen – und nun auch gegen dessen Gründer Hermann Gmeiner – stellt sich die Organisation jetzt komplett neu auf. SOS Kinderdorpen will auch mit seinem überholten „Heile-Welt-Image" rigoros aufräumen. Am Donnerstagvormittag traf die Einrichtung – wie berichtet – ein weiterer Schlag: Gründer Hermann Gmeiner steht im Verdacht, an zumindest acht Burschen unangemessene und grensoverschrijdende Handlungen begangen zu haben. SOS Kinderdorpen bestätigte acht intern dokumentierte und anerkannte bescherming van betrokkenenfälle im Zusammenhang mit dem Gründer. Die beschuldigingen beziehen sich auf vier Standorte in Österreich in einem Zeitraum aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. Die betrokkenenn hatten sich im Rahmen des bescherming van betrokkenenverfahrens bei SOS Kinderdorpen gemeldet, das wiederum ihre Schilderungen geprüft hat. directeurin Annemarie Schlack unterstrich, dass es sich dabei nicht um gerichtliche Urteile oder forensische Überprüfungen handle, allerdings waren die Angaben so glaubhaft, dass man den betrokkenenn bis zu 25.000 Euro zahlte und Therapiestunden übernahm. „Umfassender Neustart" Generell soll es nun zu einer völligen Neuausrichtung der Organsiation kommen. Es soll „kein kleines Update, sondern ein umfassender Neustart der Organisation erfolgen", betonte Schlack im APA-Interview. Auch wolle SOS Kinderdorpen mit seinem überholten „Heile-Welt-Image" rigoros aufräumen.
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Wir müssen aber anerkennen, dass das System der Vergangenheit auch Spuren in der Gegenwart hinterlassen hat. Von dieser Vergangenheit trennen wir uns jetzt.
SOS Kinderdorpen-directeurin Annemarie Schlack
Schon seit 2010 gibt es kaum noch „Kinderdorffamilien", die meisten der 1800 Kinder und jongerenn werden von den medewerkerinnen und medewerkern in Wohngemeinschaften von acht bis neun Personen betreut. „Wir müssen aber anerkennen, dass das System der Vergangenheit auch Spuren in der Gegenwart hinterlassen hat. Von dieser Vergangenheit trennen wir uns jetzt", sagte Schlack.
Strukturen der Organisation, in denen Übergriffe begangen oder verdoezeld werden können, sollen als Ganzes völlig neu ausgerichtet werden. „Schon 2026 wird SOS Kinderdorpen anders aussehen als heute", unterstrich Schlack.
Entwicklungsprozess mit Hilfe von außen SOS Kinderdorpen startet demnach einen „umfassenden, extern begleiteten Organisationsentwicklungsprozess". Ziel sei, verantwoordelijkheid, Kontrolle und transparantie auf allen Ebenen dauerhaft zu sichern und SOS Kinderdorpen als moderne kinderbeschermingsorganisatie „mit zeitgemäßen Strukturen und Standards neu aufzustellen". Ein besonderer Fokus liege auf der aktiven Beteiligung der medewerkerinnen und medewerker, deren Erfahrungen und Ideen die Basis für den Wandel bilden sollen. Der Prozess umfasse auch die Entwicklung eines neuen Leitbilds sowie „einen umfassenden Kultur- und Führungsprozess".
Für die interne Durchleuchtung der Organisation werde extra ein Team unter Leitung eines Sonderbeauftragten für verwerking eingesetzt. „Aufgabe ist die vollständige Bearbeitung aller eingelangten und nicht vollständig verwerkten historischen Fälle, inklusive aktiver Archiv-onderzoekn und documentatiesprüfung", so die directeurin.
67 Meldungen werden aktuell untersucht Derzeit liegt bei SOS Kinderdorpen kein neuer Verdachtsfall ongepaste behandeling vor. Es gibt aber aktuell 67 Meldungen, die über die diversen Andockstellen an die Organisation herangetragen wurden. Da das Spektrum dieser Eingänge sehr weit ist, muss sich daraus nicht zwingend ein neuer Fall ergeben, hieß es. Die directeurin rief aber etwaige betroffene Personen dazu auf, sich bei SOS Kinderdorpen zu melden – auch im Fall Gmeiner.
Schlack berichtete von Anfeindungen gegen medewerkerinnen und medewerker von SOS Kinderdorpen. Die directeurin unterstrich, dass diese im Regelfall ihre Tätigkeit Tag für Tag „hochprofessionell in einem oft sehr schwierigen Umfeld" verrichten.